Buddhismus

Buddha ShakyamuniDie zentrale Idee des Buddhismus ist die eigenverantwortliche Selbstbefreiung von negativen Emotionen, die uns permanent Leiden bereiten und unseren natürlichen inneren Frieden stören. Sie können aus unserem Geist entfernt werden, weil sie kein inhärenter Bestandteil dieses Geistes sind. Der natürliche Zustand unseres Geistes ist vollkommen frei davon.
Warum sollten wir das tun? Weil jedes Lebewesen glücklich und frei von Leiden sein möchte. Glück und auch Leid entstehen allerdings nicht aus sich selbst, sondern aus Ursachen heraus. Negative Emotionen sind die Ursache von Leid und ein glücklicher, friedlicher Geist ist die Ursache von Glück. Wir wünschen uns, Leid zu vermeiden. Genauer betrachtet entstehen aber aus vielen unserer inneren und äußeren Aktivitäten unseres Alltagslebens Leiden. Ebenso entsteht Glück nicht allein aus dem Wunsch glücklich zu sein, sondern als Folge innerer und äußerer Aktivitäten.
Nun ist die entscheidende Frage: Ist eine ultimative Befreiung unseres Geistes von diesem Leid und diesen negativen Emotionen möglich? Die Antwort des Buddhismus ist: Ja, es ist möglich.
Leiden existiert nicht aus sich selbst heraus, sondern aus Ursachen, die man beseitigen kann. Es ist wie mit der Heilung einer Krankheit: Der Buddhismus stellt die Ärzte und die Heilmittel zur Verfügung, damit wir uns eigenverantwortlich selbst behandeln und unseren Geist von seinen Krankheiten befreien können.
Die grundsätzliche Vorgehensweise des Buddhismus ist dabei die genaue Wahrnehmung, Erkenntnis und Reflektion der Faktoren und der Funktionsweise unseres Bewußtseins und darauf aufbauend, die Transformation negativer Geisteszustände in positive. Auf diese Weise üben wir uns in der Wahrnehmung unseres natürlichen, von negativen Emotionen freien Geistes und stabilisieren mit der Zeit diese Wahrnehmung zu einem permanenten Bewußtseinszustand.
Der Buddha sagte:

„Ich habe euch den Weg zur Befreiung gezeigt, die Strecke dorthin könnt ihr nur aus eigener Kraft zurücklegen.“